Schulsanitätsdienst (SSD) – Schüler helfen Schülern

Schulsanitäter sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschülern bei Notfällen. Sie sind fit in Erste Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die stabile Seitenlage ausführt.



Schulsanitätsgruppe der Uhlandrealschule Göppingen

Schulsanitätsgruppe der J.-G.-Fischer-Schule in Süßen

An bundesdeutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Million Schulunfälle. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung. Aber wie stellt man sie sicher?

Eine Antwort darauf liefert der Schulsanitätsdienst des Jugendrotkreuzes.

In zur Zeit 17 Schulen im Landkreis Göppingen engagieren sich Schüler/-innen als Schulsanitäter/-innen. Sie sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und leisten im Notfall für ihre Mitschüler Erste Hilfe.

Doch Schulsanitätsdienst geht weit über Erste Hilfe hinaus:
Schulsanitäter/-innen übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler/-innen.

 

Sie lernen den Umgang mit Verletzten, spenden Trost und rufen, wenn nötig, den Rettungsdienst. Und schon im Vorfeld versuchen sie, mögliche Gefahrenquellen auszuschließen. Das sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern.Beim Schulsanitätsdienst gibt es keine Einzelkämpfer/-innen, sondern das Miteinander spielt eine wichtige Rolle.
Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen nicht nur Besprechung und Weiterbildung, sondern auch gemeinsamer Freizeitspaß und gegenseitige Unterstützung. Schüler/-innen übernehmen gemeinsam mit einem Kooperationslehrer selbst die Planung ihrer Treffen und die Organisation ihrer Einsätze.Schüler/-innen, die im Schulsanitätsdienst aktiv werden möchten, erhalten vom Jugendrotkreuz oder durch eine/-n ausgebildete/-n Kooperationslehrer/-in eine Schulung in Erste Hilfe und werden in die Arbeitsgemeinschaft integriert. Da der Schulsanitätsdienst vom Jugendrotkreuz vor Ort organisiert wird, finden in vielen Regionen auch regelmäßige Wochenendfreizeiten und Wettbewerbe für die Schulsanitäter/-innen statt.

 


Ausbildung und Aufgaben

Interessierte Schülerinnen und Schüler werden vom Jugendrotkreuz oder durch eine/-n ausgebildete/-n Kooperationslehrer/-in in Erste Hilfe geschult. Sie lernen, was in Notfällen zu tun ist und wie sie Gefahren erkennen, bevor etwas passiert.

Mit Rollenspielen trainieren sie den Umgang mit Verletzten. Einfühlungsvermögen ist dabei wichtig, denn gerade jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler sind bei Unfällen oft verängstigt. Sie zu beruhigen, vor neugierigen Blicken abzuschirmen oder aufzumuntern – auch das sind Aufgaben der Schulsanitäter/-innen.

Tätigkeitsfeld Schule

Parallel zur Ausbildung durch das Jugendrotkreuz liegt es in der Verantwortung der Schule, dass die Schulsanitäter/-innen einen geeigneten Raum zur Verfügung haben, in dem sie Verletzte betreuen und die dafür notwendigen Materialien lagern können. Diesen Raum aufgeräumt und sauber zu halten, gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Schulsanitäter/-innen.

Wichtig ist auch ein Aushang in jedem Klassenzimmer mit den Dienstzeiten der Schulsanitäter/-innen und ihren jeweiligen Unterrichtsräumen, damit sie im Notfall schnell geholt werden können. Und natürlich spielt die Kooperationslehrerin/der Kooperationslehrer, die/der die Arbeitsgemeinschaft betreut eine zentrale Rolle.


Teamarbeit im Schulsanitätsdienst

Meistens sind die Schulsanitäter/-innen in Arbeitsgemeinschaften organisiert. Sie treffen sich regelmäßig, um über Einsätze zu berichten, die Einsatzpläne abzustimmen und ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse zu vertiefen. Da der Schulsanitätsdienst vom Jugendrotkreuz vor Ort organisiert wird, finden in vielen Regionen auch regelmäßige Wochenendfreizeiten und Wettbewerbe für die Schulsanitäter/-innen statt.

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